OnlineShop
Gewindelehrring

Gewindelehren – Gewindeprüfung mit Gut- und Ausschussseite

Gewindelehren gehören zu den wichtigsten Prüfmitteln in der Gewindefertigung. Sie prüfen, ob ein geschnittenes oder geformtes Gewinde innerhalb der vorgeschriebenen Toleranz liegt – schnell, eindeutig und ohne aufwendige Messwertablesung. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Die Gut-Seite der Lehre muss sich vollständig in das Gewinde ein- oder aufdrehen lassen. Die Ausschuss-Seite hingegen darf maximal zwei bis drei Gewindegänge greifen. Sind beide Bedingungen erfüllt, liegt das Gewinde innerhalb der Toleranz.

Im Gegensatz zu messenden Verfahren mit Bügelmessschrauben oder Gewindemessdrähten liefern Gewindelehren ein sofortiges Ergebnis: Gut oder Ausschuss. Dieser Zeitvorteil macht sie zum bevorzugten Prüfmittel in der Serienfertigung, wo jedes Teil schnell und zuverlässig geprüft werden muss. Aber auch in der Einzelteilfertigung, im Werkzeugbau und bei der Wareneingangskontrolle sind Gewindelehren unverzichtbar.

Lubero bietet Gewindelehrdorne für Innengewinde und Gewindelehrringe für Außengewinde an – in metrischen, zölligen und Rohrgewinde-Normen. Jede Lehre wird aus gehärtetem Sonderlehrenstahl gefertigt, fein geschliffen und mit einem Prüfzertifikat ausgeliefert. Für bestehende Lehren bieten wir einen Kalibrierservice über zertifizierte Partnerlabore an.

Gute und zuverlässige Gewindelehren zu finden, kann eine echte Herausforderung sein.Zum Glück gibt es Lubero. 

Bei Lubero werden Sie garantiert fündig, unser Sortiment ist sorgfältig und übersichtlich gefiltert. Ob metrische oder zöllige Gewindelehren, Lubero hat die passende Lösung für Ihre Anforderungen. 

Verlassen Sie sich auf Lubero, wenn es um hochwertige Gewindelehren geht.

Gewindelehren-Typen im Überblick

Bevor Sie in die Details der einzelnen Lehren-Typen einsteigen, gibt Ihnen die folgende Tabelle eine schnelle Orientierung. Grundsätzlich wird zwischen Lehren für Innengewinde (Lehrdorne) und Lehren für Außengewinde (Lehrringe) unterschieden. Innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es jeweils Ausführungen als Grenzlehre (Gut- und Ausschussseite kombiniert), als einzelne Gut-Lehre und als einzelne Ausschuss-Lehre.

Lehren-TypPrüftGewindetypFunktion
Gewinde-GrenzlehrdornInnengewindeZylindrischGut- und Ausschussseite in einem Werkzeug (hantelförmig)
Gut-GewindelehrdornInnengewindeZylindrischPrüft Kleinstmaß Flanken-Ø, Steigung und Profil
Ausschuss-GewindelehrdornInnengewindeZylindrischPrüft Größtmaß des Flankendurchmessers
Gewinde-GrenzlehrringAußengewindeKonisch (z.B. NPT)Toleranzfeld über Absatz an der Stirnseite
Gut-GewindelehrringAußengewindeZylindrischPrüft Größtmaß Außen- und Flankendurchmesser
Ausschuss-GewindelehrringAußengewindeZylindrischPrüft Kleinstmaß des Flankendurchmessers

Gewindelehrdorne – Prüfung von Innengewinden

Gewindelehrdorne werden eingesetzt, um die Maßhaltigkeit von Innengewinden zu überprüfen – also von Gewinden, die mit einem Gewindebohrer oder Gewindeformer hergestellt wurden. Der Lehrdorn wird von Hand, ohne Kraftaufwand, in das zu prüfende Gewinde eingedreht. Anhand des Verhaltens der Gut- und Ausschussseite lässt sich sofort feststellen, ob das Gewinde innerhalb der Toleranz liegt. Lubero bietet drei Varianten an:

Gewinde-Grenzlehrdorn (Gut und Ausschuss kombiniert)

Der Grenzlehrdorn ist die meistverwendete Variante in der Praxis. Er vereint die Gut-Seite und die Ausschuss-Seite auf einem gemeinsamen Griff in hantelförmiger Bauweise. Die längere Seite trägt das vollständige Gewindeprofil in Gut-Toleranz, die kürzere Seite das Profil in Ausschuss-Toleranz. In einer einzigen Handhabung lässt sich damit prüfen, ob das Gewinde sowohl das Mindestmaß als auch das Höchstmaß einhält. Bei Gewinden unter ca. M 40 ist der Grenzlehrdorn die Standardausführung.

Gut-Gewindelehrdorn

Der Gut-Gewindelehrdorn wird ebenso dort eingesetzt, wo ein Innengewinde geprüft werden soll. Er prüft das Kleinstmaß des Außendurchmessers, das Kleinstmaß des Flankendurchmessers, ob das Gewinde Steigungsabweichungen aufweist und ob Unebenheiten oder Abweichungen im Gewindeprofil vorhanden sind. Der Gut-Lehrdorn muss sich von Hand, ohne spürbaren Widerstand, vollständig in das Gewinde eindrehen lassen. Ist das nicht möglich, ist das Gewinde zu eng und muss nachbearbeitet werden. Ist deutliches Spiel vorhanden, kann das Gewinde zu groß sein – das wird mit dem Ausschuss-Lehrdorn gegengeprüft.

Ausschuss-Gewindelehrdorn

Der Ausschuss-Gewindelehrdorn prüft nur das größte Maß des Flankendurchmessers. So darf man sich sicher sein, dass das Gewinde nicht aus der Toleranz fällt, wenn sich der Ausschuss-Grenzlehrdorn nicht eindrehen lässt. Lässt sich der Ausschuss-Lehrdorn über die gesamte Gewindelänge einschrauben, ist der Flankendurchmesser zu groß und das Gewinde liegt außerhalb der Toleranz. In diesem Fall ist das Werkstück Ausschuss oder muss – sofern möglich – mit einem kleineren Gewindebohrer nachgearbeitet werden.

 

Gewindelehrringe – Prüfung von Außengewinden

Gewindelehrringe prüfen die Maßhaltigkeit von Außengewinden – also von Bolzengewinden, die mit einem Schneideisen, auf einer Drehmaschine oder durch Gewindewalzen hergestellt wurden. Der Gewindelehrring wird von Hand auf das zu prüfende Gewinde aufgedreht. Je nach Gewindeart (zylindrisch oder konisch) kommen unterschiedliche Lehrring-Typen zum Einsatz.

Gewinde-Grenzlehrring

DerGewinde-Grenzlehrring findet seine Anwendung auf dem Außengewinde. Der Grenzlehrring dient ausschließlich zur Prüfung konischer Gewinden, zum Beispiel NPT Gewinde. 

Gekennzeichnet ist der Grenzlehrring mit einem Absatz an der Stirnseite. Dieser Absatz gilt als Toleranzfeld. Einfach gesagt, wenn sich der Grenzlehrring nicht mehr aufdrehen lässt, muss das Ende des Gewindebolzens innerhalb des Absatzes liegen.

Gut-Gewindelehrring

Der Gut-Gewindelehrring prüft die Passgenauigkeit des zylindrischen Außengewindes. Das heißt, hier wird das größte Maß des Außen- und Flankendurchmessers geprüft, aber auch, ob das Gewinde Steigungsabweichungen oder Unebenheiten aufweist. 

Zu beachten: Der Gut-Lehrring unterliegt einem höheren Verschleiß als der Ausschuss-Lehrring, da er bei jeder Prüfung vollständig aufgedreht wird. Er sollte daher regelmäßig mit einem Abnutzungsprüfdorn kontrolliert werden.

Ausschuss-Gewindelehrring

Ein Ausschuss-Gewindelehrring prüft das Gewinde auf das Kleinstmaß im Flankendurchmesser. Merke: Lässt sich der Ausschusslehrring über die gesamte Gewindelänge aufdrehen, ist das Gewinde nicht mehr passgenau und muss erneuert werden.

Geht der Ausschuss-Lehrring vollständig über das Gewinde, ist der Flankendurchmesser zu klein und das Gewinde nicht maßhaltig.

Wie wählt man die richtige Gewindelehre aus?

Bestimmung des Gewindetyps: Um ein Gewinde mit einer Gewindelehre zu prüfen, ist es von Vorteil zu wissen, um welches Gewinde es sich handelt. Es kann sich zum Beispiel um ein metrisches Gewinde, ein Zollgewinde oder um Sondergewinde handeln. Dazu kann ein Blick auf das Gewindeprofil hilfreich sein.

Berücksichtigung der Gewindeabmessung: Nach der Bestimmung der Gewindeart, muss die Gewindeabmessung bestimmt werden. Dazu gehören der Nenndurchmesser und die Gewindesteigung oder die Gewindegänge pro Zoll.

Wahl der richtigen Toleranzklasse:Bei metrischen Gewinden steht ein Großbuchstabe (z.B. 6H) für Innengewinde und ein Kleinbuchstabe (z.B. 6g) für Außengewinde. Die Zahl gibt die Toleranzgröße an – je kleiner die Zahl, desto enger die Toleranz. Gängige Standardklassen sind 6H für Innengewinde und 6g für Außengewinde. Für engere Anforderungen kommen 4H oder 5H zum Einsatz, für größere Passungen 7G oder 8G.

Gewindelehren korrekt verwenden – Schritt für Schritt

 

Gewinde reinigen: Vor jeder Prüfung müssen sowohl das Gewinde am Werkstück als auch die Gewindelehre gründlich von Spänen, Kühlmittelresten und Verschmutzungen befreit werden. Bereits kleinste Partikel zwischen den Gewindeflanken können das Prüfergebnis verfälschen."

Verwendung der Gewindelehren:

Gewindelehrdorn/Gewindegrenzlehrdorn (für Innengewinde): 

  1. Angefangen mit der GUT-Seite an. Die maßhaltige Seite sollte ohne großen Druck über die gesamte Gewindelänge in das Gewinde eindreht werden können. Falls das nicht möglich ist, dann ist das geschnittene Gewinde zu klein und muss ggf. nachbearbeitet werden. Ist allerdings zu viel Spiel vorhanden, sodass sich die Lehre wackelig einschrauben lässt, ist das Gewinde womöglich zu groß und damit nicht in der Toleranz. Aber dazu kommen wir im nächsten Abschnitt.
  2. Jetzt kommt die AUSSCHUSS-Seite zum Einsatz. Diese sollte sich nur maximal 2–3 Umdrehungen bzw. Gewindegänge eindrehen lassen. Falls sich die AUSSCHUSS-Seite über die gesamte Gewindelänge eindrehen lässt, ist das Gewinde zu groß und damit nicht maßhaltig.

Gewindelehrring (für Außengewinde): 

  1. Ebenso wie beim Prüfen mit den oben genannten Lehren sollte sich sie GUT-Seite sauber und unkompliziert über das gesamte Bolzengewinde drehen lassen.
  2. Die AUSSCHUSS-Seite allerdings sollte auch hier nur maximal 2–3 Umdrehungen greifen. Ist das nicht der Fall, ist das Gewinde nicht maßhaltig.

 

Pflege, Kalibrierung und Lagerung

  1. Zertifizierung: Das Zertifikat ist ein wichtiger Bestandteil der Gewindelehre und sollte von jedem Hersteller/Händler mitgeliefert werden. Es enthält alle notwendigen Angaben zur Kalibrierung und Daten zum Produkt.
  2. Kalibrierung:Eine Gewindelehre muss regelmäßig von zertifizierten Fachleuten kalibriert werden. Um sicherzustellen, dass die Gewindelehre selbst nicht verschlissen ist und innerhalb der Toleranz liegt. Lubero bietet sich an dieser Stelle an, da wir mit hochkompetenten Kalibrierungslaboren zusammenarbeiten.
  3. Reinigung: Vor jeder Messung sollte die Gewindelehre gründlich gereinigt werden, um Späne, Schmutz oder andere Verunreinigungen zwischen den Gewindegängen zu entfernen, die das Prüfergebnis beeinträchtigen könnten.
  4. Sichtprüfung: Nach der Entnahme aus der Verpackung ist die Gewindelehre vor jeder Messung auf sichtbare Schäden oder Abnutzungserscheinungen zu überprüfen. Beschädigte oder abgenutzte Gewindelehren können zu ungenauen Ergebnissen führen und dürfen nicht verwendet werden.
  5. Lagerung: Die Gewindelehre wird am besten an einem trockenen und sauberen Ort aufbewahrt. Um Beschädigungen zu vermeiden, sollte die Gewindelehre nicht in der Nähe von Feuchtigkeit, Staub oder aggressiven Substanzen aufbewahrt werden.

Lubero bietet einen Kalibrierservice in Zusammenarbeit mit akkreditierten Laboren an. Senden Sie uns Ihre Lehren zur Überprüfung – wir kümmern uns um die fachgerechte Nachkalibrierung.

Warum Lubero Gewindelehren?

Lubero Gewindelehren werden aus gehärtetem Sonderlehrenstahl gefertigt und fein geschliffen – für höchste Maßgenauigkeit und eine lange Lebensdauer auch bei intensivem Einsatz in der Serienfertigung. Die Laserbeschriftung ist besonders widerstandsfähig: Abmessung, Toleranzklasse und Norm bleiben selbst nach Jahren im täglichen Gebrauch klar und eindeutig lesbar.

Jede Lehre wird standardmäßig mit einem Prüfzertifikat ausgeliefert, das die Kalibrierungsdaten und geprüften Maße dokumentiert – als Nachweis für Ihr Qualitätsmanagementsystem. Für die regelmäßige Nachkalibrierung bieten wir einen Service über akkreditierte Partnerlabore an.

Unser Normenprogramm umfasst metrische Gewinde (M, MF), Zollgewinde (UNC, UNF, UNEF), Rohrgewinde (G/BSP, NPT) sowie Sondertoleranzen auf Anfrage. Nicht genormte Gewinde und Sonderabmessungen fertigen wir nach Zeichnung.

Verfügbare Gewindenormen

Lubero Gewindelehren sind in folgenden Normen verfügbar – ein Klick führt direkt zum gefilterten Shop-Sortiment:

weitere Gewindelehren auf Anfrage.

Häufige Fragen zu Gewindelehren

Was ist der Unterschied zwischen Gut- und Ausschuss-Gewindelehre?

Die Gut-Seite prüft, ob das Gewinde mindestens das erforderliche Maß erreicht – sie muss sich vollständig eindrehen lassen. Die Ausschuss-Seite prüft, ob das Gewinde nicht über das zulässige Höchstmaß hinausgeht – sie darf maximal zwei bis drei Gänge greifen. Beide Prüfungen zusammen bestätigen, dass das Gewinde innerhalb der vorgegebenen Toleranz liegt. Bei einem Grenzlehrdorn sind beide Seiten auf einem Werkzeug kombiniert.

Gewindelehrdorn oder Gewindelehrring – was brauche ich?

Lehrdorne sind für die Prüfung von Innengewinden (Muttergewinde) vorgesehen – sie werden in das Gewinde eingedreht. Lehrringe prüfen Außengewinde (Bolzengewinde) und werden auf das Gewinde aufgedreht. Für konische Gewinde wie NPT wird ein Grenzlehrring mit Toleranz-Absatz an der Stirnseite verwendet, der die korrekte Einschraubtiefe anzeigt.

Wie oft müssen Gewindelehren kalibriert werden?

Das hängt von der Einsatzhäufigkeit und den Anforderungen Ihres Qualitätsmanagements ab. Als Faustregel empfehlen wir eine jährliche Kalibrierung durch zertifiziertes Fachpersonal. Bei intensivem Einsatz in der Serienfertigung kann ein halbjährliches oder vierteljährliches Intervall sinnvoll sein. Lubero bietet einen Kalibrierservice über akkreditierte Partnerlabore an.

Was bedeuten die Toleranzklassen bei Gewindelehren (6H, 6g etc.)?

Die Toleranzklasse definiert die zulässige Abweichung vom Sollmaß des Gewindes. Bei metrischen Gewinden steht ein Großbuchstabe (z.B. 6H) für Innengewinde und ein Kleinbuchstabe (z.B. 6g) für Außengewinde. Die Zahl gibt die Toleranzgröße an – je kleiner die Zahl, desto enger die Toleranz. Gängige Standardklassen sind 6H für Innengewinde und 6g für Außengewinde. Engere Toleranzen wie 4H oder 5H kommen in der Feinmechanik und im Vorrichtungsbau zum Einsatz.

Wird ein Zertifikat mitgeliefert?

Auf Wunsch. Lubero Gewindelehren können mit einem Prüfzertifikat bestellt werden, das die Kalibrierungsdaten, die geprüften Maße und das Herstellungsdatum enthält. Dieses Zertifikat dient als Nachweis für Ihr Qualitätsmanagementsystem. Bitte geben Sie bei der Bestellung an, ob ein Zertifikat benötigt wird.

Bietet Lubero auch Gewindelehren für Sondertoleranzen oder Sondergewinde an?

Ja. Neben den Standardtoleranzen (6H, 6g) sind Lehren für abweichende Toleranzklassen, nicht genormte Gewinde und Sonderabmessungen auf Anfrage erhältlich. Kontaktieren Sie uns mit Ihrer Spezifikation – wir prüfen die Machbarkeit und erstellen Ihnen ein Angebot.