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Gewindeformer

Gewindeformer – Hochfeste Gewinde ohne Spanbildung

In der modernen Fertigungstechnik erweist sich der Gewindeformer, auch Gewindefurcher genannt, als revolutionäres Werkzeug, das dem traditionellen Gewindebohren starke Konkurrenz macht.

Die innovative Technik des Gewindeformens hat sich als Meilenstein im Hinblick auf Effizienz und Präzision etabliert, da sie die Herstellung von Gewinden ohne Materialverlust ermöglicht. Dieses Verfahren ist nicht nur umweltfreundlich, da es keine Späne erzeugt, sondern stärkt auch das Werkstück, da die Materialstruktur intakt bleibt und das Gewinde dadurch an Festigkeit gewinnt.

Mit dem Versprechen, die Produktionskosten zu senken und die Qualität der Ergebnisse zu verbessern, hat das Gewindeformen die Aufmerksamkeit von Industrieunternehmen auf der ganzen Welt auf sich gezogen.

Gewindeformer

Oberflächenbehandelte Gewindeformer von Lubero!

Wie funktioniert ein Gewindeformer?

Im Gegensatz zum Gewindebohrer trägt der Gewindeformer kein Material ab. Stattdessen wird das Werkstückmaterial durch die polygonale Form des Werkzeugs plastisch verdrängt und in die gewünschte Gewindekontur gepresst. Zwei Konstruktionsmerkmale sind dabei entscheidend:

Polygone

Polygone

Der Gewindeformer hat keinen runden, sondern einen mehrkantigen Querschnitt. Die erhöhten Bereiche (Formkeile) pressen das Material in die Gewindeform, während die Freiräume dazwischen den Materialfluss ermöglichen und als Schmiermittelreservoir dienen. Die gleichmäßige Verteilung der Umformkräfte auf mehrere Formkeile verlängert die Werkzeugstandzeit erheblich.

Anformkegel

Anformkegel

Der konische Einlaufbereich am Werkzeuganfang führt den Gewindeformer in das Kernloch und formt das Gewinde schrittweise auf – von der ersten leichten Verformung bis zum fertigen Profil. Durch die gleichmäßige Druckverteilung werden Materialbeschädigungen und Werkzeugbruch vermieden, insbesondere bei härteren Werkstoffen.

 Kernlochdurchmesser beim Gewindeformen

 Kernlochdurchmesser

Der Kernlochdurchmesser für Gewindeformer ist größer als beim Gewindeschneiden. Der Grund: Das Material wird nicht entfernt, sondern verdrängt. Ein zu kleines Kernloch führt zu Überformung – das beeinträchtigt die Gewindequalität und kann zum Werkzeugbruch führen. Der optimale Durchmesser hängt ab von der Verformbarkeit des Werkstoffs, der Bohrungstiefe und der gewünschten Gewindetragtiefe.

Durchgangs- und Sacklöcher

Durchgangsloch
Sackloch

Gewindeformer sind für Durchgangs- und Sacklöcher gleichermaßen geeignet. Da keine Späne entstehen, gibt es keinen Spanstau – ein wesentlicher Vorteil gegenüber Gewindebohrern, besonders bei Sacklöchern.

Gewindeformen vs. Gewindeschneiden im Vergleich

Beide Verfahren erzeugen normgerechte Innengewinde – unterscheiden sich aber grundlegend im Wirkprinzip. Welches Verfahren das richtige ist, hängt vom Werkstoff, der Bohrungsart und den Anforderungen an das fertige Gewinde ab.

EigenschaftGewindeformerGewindebohrer
VerfahrenSpanlos (Kaltumformung)Spanend (Materialabtrag)
SpäneKeineSpanabfuhr erforderlich
Gewindefestigkeit Hoch (Fasern sind verdichtet) Standard (Fasern sind durchtrennt)
Oberfläche Glatt, verdichtet Schnittmarken möglich
Standzeit Deutlich höherStandard
Geeignete Werkstoffe Plastisch Verformbare MaterialienNahezu alle Werkstoffe
KernlochGrößer als beim Schneiden Standard-Kernloch
Materialgefüge bei geformten Gewinden.

Materialgefüge bei geformten Gewinden.

Materialgefüge bei geschnittenen Gewinden

Materialgefüge bei geschnittenen Gewinden.

Kompatible Materialien 

  • Leichtmetalle und Leichtmetall-Legierungen
  • Nickel- und Kobaltlegierungen
  • Titan und Titanlegierungen
  • Buntmetalle
  • Stähle bis ca. 1200 N/mm²
  • Rost-/ säure-/ hitzebeständige Stähle bis 1200 N/mm²

Nicht geeignet sind spröde Werkstoffe wie Grauguss (GJL), Hartguss und gehärtete Stähle, die sich nicht plastisch verformen lassen.

Schmierung beim Gewindeformen

Beim Gewindeformen ist eine ausreichende Schmierung entscheidend. Die hohen Umformkräfte erfordern einen stabilen Schmierfilm zwischen Werkzeug und Werkstück. Empfohlen werden spezielle Umformöle oder Gewindeformpaste – herkömmliches Schneideöl reicht häufig nicht aus.

Lubero Gewindeformer mit Schmiernuten sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Schmierstoffs über die gesamte Gewindelänge – besonders wichtig bei tiefen Bohrungen und Sacklöchern.

Vorteile von Gewindeformern

  • Keine Späne:  sauberer Prozess, kein Span stau, keine Entsorgung
  • Höhere Gewindefestigkeit:  verdichtete Materialfasern statt durchtrennte
  • Längere Standzeit: kein Schneidverschleiß, gleichmäßiger Werkzeugabtrag
  • Durchgangs- und Sacklöcherohne Einschränkung einsetzbar
  • Bessere Oberfläche: glatte, verdichtete Gewindeflanken
  • Wirtschaftlich: weniger Werkzeugwechsel, keine Späne Entsorgung

Unsere Stärken: Höchste Qualität und jahrelange Expertise

Qualität ist bei uns mehr als ein Versprechen – sie ist das Wesen eines jeden Gewindeformers, der unser Haus verlässt. Unser Erfolgsgeheimnis ist die Kombination aus jahrzehntelanger Erfahrung und ständiger Innovation in unseren Fertigungsprozessen. Wir sind nicht nur Spezialisten für Gewindeformer, unser gesamtes Produktprogramm spiegelt unseren hohen Qualitätsanspruch wider. Das Vertrauen unserer Kunden gewinnen wir jeden Tag aufs Neue – mit Präzisionswerkzeugen, die in puncto Zuverlässigkeit und Leistung führend sind. Lubero steht für langlebige und präzise Produkte, die in Deutschland gefertigt werden und weltweit überzeugen.

Warum Lubero Gewindeformer?

  • Eigene Fertigung in Deutschland 
  • Drei werkstoffoptimierte Typen (UNI, VA, Multi)
  • HSS-E und HSS-PM Schnellarbeitsstähle
  • Ausführungen mit und ohne Schmiernut
  • Technische Beratung durch Gewindespezialisten
  • Sonderanfertigungen auf Anfrage

Das LUBERO-FARBRING-SYSTEM

1200 N/mm21000 N/mm2800 N/mm2600 N/mm21400 N/mm20 N/mm2400 N/mm2200 N/mm2

Die Typen im Überblick

Unsere Maschinengewindebohrer mit der bewährten Farbringmarkierung garantieren durch die spezielle Konstruktion optimale Schneidergebnisse und -leistungen in den jeweils definierten Anwendungsgebieten. Die sechs Farben stehen dabei für die gängigsten Werkstoffe, die verschiedene Festigkeiten aufweisen. Unser Farbring-Spirale verschafft einen ersten Überblick über die jeweiligen Einsatzgebiete.